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toxische Beziehungen und narzisstischer Missbrauch

Unterstützung nach toxischen Beziehungen und narzisstischem Missbrauch

Ein Schwerpunkt meiner Arbeit ist die Begleitung von Menschen, die emotionalen Missbrauch, psychische Gewalt oder traumatisierende Beziehungserfahrungen erlebt haben – insbesondere in Partnerschaften oder familiären Beziehungen mit narzisstischen Dynamiken.

Solche Beziehungen können tief verunsichern. Viele Betroffene verlieren nach und nach das Vertrauen in die eigene Wahrnehmung, zweifeln an sich selbst, fühlen sich schuldig, abhängig, erschöpft oder innerlich abgeschnitten. Häufig geht es nicht nur um einzelne verletzende Situationen, sondern um eine länger andauernde Dynamik aus Abwertung, Kontrolle, Schuldumkehr, emotionalem Rückzug, Idealisierung und Entwertung.

Narzisstischer Missbrauch kann auch mit körperlicher oder sexueller Gewalt verbunden sein. In jedem Fall nehme ich die erlebte Belastung ernst – auch dann, wenn sie nach außen schwer sichtbar ist oder von anderen lange nicht verstanden wurde.

In den Gesprächen geht es zunächst darum, wieder Orientierung, Stabilität und Vertrauen in die eigene Wahrnehmung zu gewinnen. Wenn eine Beziehung noch besteht, kann auch die Frage wichtig sein, wie Schutz, Abstand oder eine mögliche Lösung aus der Beziehung gelingen können.

Dabei geht es in meiner Arbeit nicht darum, andere Menschen vorschnell zu diagnostizieren oder in Kampf- und Schuldfragen stehen zu bleiben. Im Mittelpunkt steht vielmehr, die Folgen belastender Beziehungserfahrungen zu verstehen, innere Muster und eigene Schutzstrategien anzuschauen, Grenzen klarer zu spüren und wieder handlungsfähiger zu werden. Auch die therapeutische Beziehung kann dabei ein wichtiger Erfahrungsraum sein: für Sicherheit, Vertrauen, Resonanz, klare Grenzen und neue Möglichkeiten, in Kontakt zu sein.

Für die Verarbeitung traumatischer Erfahrungen arbeite ich unter anderem mit dem Narzissmus-Verständnis und der Methode Condensed Trauma Release nach Delia Schreiber. Ergänzend fließen hypnosystemische, emotionsfokussierte und körperorientierte Ansätze sowie EMDR in die Behandlung ein.

Ein weiterer Teil der Arbeit kann sein, die eigenen Gefühle, Bedürfnisse, Grenzen und Wünsche wieder besser wahrzunehmen und ausdrücken zu lernen. So kann Schritt für Schritt mehr Selbstbehauptung, Selbstwirksamkeit und innere Klarheit entstehen – und es wird möglich, Beziehungen aufzubauen, die sicherer, respektvoller und stärkender sind.

Literaturempfehlungen

Bancroft, Lundy (2021). Warum tut er das? Einblicke in die Gedankenwelt von aggressiven und kontrollsüchtigen Männern. Unimedica Verlag.

Eidenschink, Klaus (2024). Es gibt keine Narzissten! Nur Menschen in narzisstischen Nöten. Eine Handreichung für alle und jede(n). Heidelberg: Carl-Auer-Verlag.

Levine, Amir & Heller, Rachel S. F. (2015). Warum wir uns immer in den Falschen verlieben: Beziehungstypen und ihre Bedeutung für unsere Partnerschaft. Goldmann Verlag. [Originaltitel Attached: Are you Anxious, Avoidant or Secure? How the science of adult attachment can help you find – and keep – love]

Peichl, Jochen (2025). Grandiosität und Bescheidenheit – die zwei Gesichter des Narzissmus. Ein hypnosystemisches Teilemodell. Heidelberg: Carl-Auer Verlag.

Vaknin, Sam (2007). Toxic Relationships: Abuse and Its Aftermath. Lidija Rangelovska Verlag.

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